Blog der Präsidentin

magerle2.jpgRenate Magerle
22.10.2017

In allen Medien schlägt der Skandal um Filmmogul Weinstein hohe Wellen

aber: Sexualisierte Gewalt gehört nicht nur in Hollywood zum Alltag vieler Frauen.

Im § 218 StGB - Sexuelle Belästigung und öffentliche geschlechtliche Handlungen - ist seit 2016 auch die „intensive Berührung einer der Geschlechtssphäre zuzuordnenden Körperstelle“ strafbar; er wurde vor dem Inkrafttreten als „Po-Grapsch- Paragraf“ ins Lächerliche gezogen. Es brauchte diesen Fall Weinstein, um die massive Verletzung von Grundrechten aufzuzeigen; denn es geht in aller Regel bei sexueller Belästigung nicht um Liebe und Erotik, sondern um sexuell eingefärbte Machtausübung. Dass heute Frauen in den USA und auch in Europa ihre oft jahrelang verschwiegenen Erfahrungen publik machen, sollte dazu beitragen, Gewaltdelikte zu enttabuisieren.

Auf der Homepage des Bundesministeriums für Familien und Jugend BMfJ ist unter dem Titel „Was ist sexualisierte Gewalt“ nachzulesen:

Es gibt keinen allgemein gültigen Begriff für diese Form von Gewalt. Aus diesem Grunde werden hier alle drei in der Fachwelt genutzten Begriffe gleichwertig verwendet:

  • Sexuelle GEWALT verleitet dazu, die psychisch-emotionale Komponente und deren Folgen auszublenden.
  • Sexueller MISSbrauch könnte implizieren, dass es einen tolerierbaren GEbrauch gäbe.
  • In der Fachwelt wird heute meist von sexualisierter Gewalt gesprochen.

Sexualisierte Gewalt umfasst alle sexuellen Handlungen, die einem Kind bzw. einer Frau aufgedrängt oder aufgezwungen werden. Sie ist ein Akt der Aggression und des Machtmissbrauchs, nicht das Resultat unkontrollierbarer sexueller Triebe.

Sexualisierte Gewalt reicht von der sexuellen Belästigung oder Vergewaltigung erwachsener Frauen und geht bis zum sexuellen Missbrauch von Kindern.


 

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05_Geschlechtergleichstellung.png(c) UN agenda 2030
05_Geschlechtergleichstellung.pngunagenda2030.png
25.09.2017

UNO - Ziele für nachhaltige Entwicklung

Im September 2015 wurde die Agenda 2030 der UNO –  17 Ziele für nachhaltige Entwicklung –  in New York  verabschiedet und diese gelten mit einer Laufzeit von 15 Jahren bis 2030 für alle Staaten.

Eine der Zielvorgaben lautet:

"Die volle und wirksame Teilhabe von Frauen und ihre Chancengleichheit bei der Übernahme von Führungsrollen auf allen Ebenen der Entscheidungsfindung im politischen, wirtschaftlichen und öffentlichen Leben sicherstellen."

Das Motto meines Bienniums „Female Empowerment“ tritt für diese Zielvorgabe ein, bietet Workshops für Sorores, entwickelt aktuell ein Mentoring-Projekt und ich werde mich nach der Wahl pesönlich für das Frauenvolksbegehren einsetzen.

 

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20.08.2017

Deine Meinung ist gefragt

Zum „Frauenvolksbegehren 2.0“  sind 15 Forderungen aufgestellt worden, siehe unter http://frauenvolksbegehren.at/

Schreib mir bitte deine Meinung zu diesen Forderungen an meine E-Mail-Adresse: up1618renate@gmail.com

denn ich möchte den „soroptimistischen Grundtenor“ öffentlich vertreten können! Ich freue mich auf zahlreiche Kommentare und grüße herzlich, eure UP Renate

 

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30.07.2017

30. Juli - Internationaler Tag der Freundschaft

Freundschaft ist einer der soroptimistischen Werte

Theodor Fontane (1819–1898) schrieb:

Ein guter Aphorismus ist die Weisheit eines ganzen Buches in einem einzigen Satz.“

Hier eine Auswahl von Aphorismen bekannter Persönlichkeiten aus unterschiedlichen Zeiten und Erfahrungswelten, die auch unseren soroptimistischen Wert der „Freundschaft“ wunderbar zum Ausdruck bringen:

         Marie von Ebner-Eschenbach:  Wirklich gute Freunde sind Menschen, die uns ganz genau kennen, und trotzdem zu uns halten.

         Oscar Wilde: Großzügigkeit ist das Wesen der Freundschaft.

         Johann Wolfgang von Goethe:  Das sicherste Mittel, ein freundschaftliches Verhältnis zu hegen und zu erhalten, finde ich darin, dass man sich     wechselweise mitteile, was man tut. Denn die Menschen treffen viel mehr zusammen in dem, was sie tun, als in dem, was sie denken.

         Annette von Droste-Hülshoff: Der eigentliche Kern der Freundschaft: ein Glaube, ein Hoffen, ein gemeinsames Werk! Es liegt eine große Freude darin.


 

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Danke! Du bist eine tolle Frau!.jpg
Danke! Du bist eine tolle Frau!.jpg
29.06.2017

KUH oder ZIEGE

Vor kurzem hat mir eine Freundin ein kleines Büchlein mit dem Titel: „Danke - du bist eine tolle Frau!“ geschenkt. Ich habe mich sehr über das Kompliment gefreut, es war zu einem Zeitpunkt, als ich mich gar nicht so „toll“ gefühlt habe. Die Texte in diesem Büchlein erzählen von Frauen in der Mitte des Lebens, einer davon trägt den Titel „Kuh oder Ziege“:

Zwei Freundinnen sitzen am kleinen runden Tisch im Café vor Tee und Torte. „Eigentlich darf ich mir das hier gar nicht leisten“, meint die eine mit Blick auf das Stück Eierlikör-Sahnetorte vor sich: „Ich hab‘ schon wieder ein Kilo zugenommen. Ich muss die Torte nur angucken, schon macht sie mich dick! Fürchterlich!“ Ihre Freundin lacht: „Dann ist’s ja auch egal, wenn du sie isst. Außerdem - ich dachte vorhin, als du reinkamst: Gut sieht sie aus in der langen, weiten Bluse - Frau mit Format...Ein bisschen was davon hätte ich gern. Es nervt einfach, immer wieder zu hören: Sind Sie aber dünn! Aber was ich auch esse, bei mir setzt nichts an.“
Die andere rührt in ihrem Tee: „Trotzdem bist du eine Frau mit Format. Weißt du, was ich vor kurzem gehört habe? Irgendwann im Leben entscheidet sich für jede Frau, was sie wird: Kuh oder Ziege. Bei uns hat sich’s wohl schon entschieden…“ Sie zwinkert ihrer Freundin zu und schiebt sich genüsslich ein Stück Torte in den Mund.

Quelle:  SKV-Bild-Text-Band  92 656(ISBN 3-8256-2656-3)

 

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