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21.02.2021

The LINK

Das News-Bulletin SIE, Ausgabe Februar 2021

Hier der Link zum Online-Mitgliederjournal der SI Europäischen Föderation: LINK

Aus dem Inhalt:
Mitteilung der Föderationspräsidentin Anna Wszelaczyńska, Einladung zur Teilnahme am UN-Komitee "on the Status for Women", Ermunterung, sich selbst auch Führungsfunktionen  zuzutrauen, sowie Informationen über PräGe – ein deutsches Programm zur Vorbeugung vor häuslicher Gewalt unter Teenagern und ein Mädchen-Leadership-Training an einem kenianischen Beispiel.

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06.02.2021

“Nulltoleranz für weibliche Genitalverstümmelung”

6. Februar - Internationaler Welttag gegen FGM

Weibliche Genitalverstümmelung umfasst alle Eingriffe, bei denen die äußeren weiblichen Genitalien aus nicht-medizinischen Gründen teilweise oder vollständig entfernt oder die weiblichen Genitalien auf andere Weise verletzt werden (WHO, UNICEF, UNFPA, 1997 Joint Statement).

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Weltweit sind fast 200 Millionen Frauen und Mädchen im Alter zwischen  15 und 49 Jahren durch FGM geschädigt worden, vor allem in den 30 Ländern Afrikas, des Nahen Ostens und Asiens, in denen FGM weit verbreitet ist.
In den meisten Fällen wird die Verstümmelung an jungen Mädchen verübt, ohne deren Zustimmung oder angemessene Informationen über den Eingriff und seine Folgen.
Leider ist die weibliche Genitalverstümmelung in den Kulturen, in denen sie praktiziert wird, ein wichtiger Teil der Integration und Identität von Mädchen und Frauen geworden.

FGM kann auch ein Gefühl des Stolzes, des Erwachsenwerdens und der Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft vermitteln, was völlig falsch ist, aber dennoch eine Tatsache. Oftmals besteht auch die Erwartung, dass Männer nur solcherart “beschnittene” Frauen heiraten, die sich aber der Praxis der FGM nur unterziehen, um wirtschaftliche und soziale Sicherheit zu erlangen.

Lassen Sie es uns ein für alle Mal klar aussprechen: FGM ist international und regional als Menschenrechtsverletzung anerkannt, eine Verletzung der Menschenrechte des Mädchenkindes*, die mit erhöhten Gesundheitsrisken während des gesamten Lebens einer Frau verbunden ist – einschließlich Schmerzen, Schock, Infektionen, mangelndem Selbstwertgefühl und Stigmatisierung.

Weibliche Genitalverstümmelung ist eine Grausamkeit, eine Manifestation der Geschlechterungleichheit und eine Form von Gewalt in jeder Gesellschaft, in der sie praktiziert wird. Die Istanbul-Konvention definiert sie in Artikel 38.a) als eine Form von Gewalt gegen Frauen.

Während der COVID-19-Pandemie warnte die UNPFA (United Nations Population Fund) vor der Gefahr, dass bis 2030 zwei Millionen Mädchen FGM unterworfen sein könnten, was einen Rückschritt gegenüber SDG 5.3 (Sustainable Development Goal Nr. 5.3 der UN-Initiative von 2012, “Gleichberechtigung für Frauen und Mädchen durch Beseitigung aller schädlichen Praktiken wie Kinderheirat und weibliche Genitalverstümmelung”) bedeutet.  

Dieser Trend erfordert eine dringende und umfassende Reaktion und die Investition von Ressourcen, um diese schädliche Praxis zu verhindern.

Wir Soroptimistinnen Stand Up for Women and Girls. Wir fordern alle Staaten auf, einen gemeinsamen Ansatz, eine Angleichung der Politik mit einer umfassenden Strategie, und unter Einbeziehung von NGOs mit Erfahrung in dieser Angelegenheit, zu verfolgen.
1.    Bereitstellen von Ressourcen, Dienste für Überlebende, sowie einen starken Plan zur Aufklärung in den Gemeinden, um das Bewusstsein für die Folgen von FGM zu schärfen und letztendlich alle, die FGM praktizieren oder fördern, zu kriminalisieren.
2.    Strafgesetze, Kinderschutzgesetze und Zivilgesetze werden benötigt, um bereits bestehende internationale und regionale Verträge oder Konventionen umzusetzen, da das Engagement der Regierungen in dieser Angelegenheit sehr gering ist;
3.    Ausgebildetes Gesundheitspersonal, das weibliche Genitalverstümmelung durchführt, sollte wissen, dass es das Recht von Mädchen und Frauen auf Leben, das Recht auf körperliche Unversehrtheit und das Recht auf Gesundheit verletzt;
4.    Wir brauchen mehr weibliche Führungspersönlichkeiten, gebildete Frauen, die Verantwortung übernehmen, bereit sind, ihre Gemeinden zu beeinflussen und einen echten Paradigmenwechsel herbeizuführen;
5.    Die Ermächtigung von Frauen ist von zentraler Bedeutung für die Beseitigung dieser Praxis, da eine ermächtigte Frau die Stimme und die Kraft sein wird, dieses Instrument der Stigmatisierung von Mädchen und der Geschlechterungleichheit zu verändern;
6.    Soziale Medien können eine entscheidende Rolle spielen, sowohl um korrekte Informationen in die Haushalte zu bringen als auch um die Menschen über positive soziale Veränderungen zu informieren;
7.    Hilfe zur Selbsthilfe/Capacity Building, Forschung, Monitoring und Evaluation bei allen Akteuren werden dazu beitragen, FGM zu beenden.

Nicht zuletzt spielen Soroptimist International of Europe und ihre Mitglieder eine Schlüsselrolle in dem sie das Thema zur Sprache bringen und darauf aufmerksam machen, Stellungnahmen publizieren, und gegen FGM eintreten.

Bitte verbreitet diese Botschaft von NULLTOLERANZ für FGM in Euren Gemeinschaften.

Internationale Übereinkommen:

• Convention against Torture and Other Cruel, Inhuman or Degrading Treatment or Punishment
• Covenant on Civil and Political Rights
• Covenant on Economic, Social and Cultural Rights
• Convention on the Elimination of all Forms of Discrimination against Women (CEDAW)
• Convention on the Rights of the Child
• African Charter on Human and Peoples’ Rights (the Banjul Charter) and its Protocol on the Rights of Women in Africa
• African Charter on the Rights and Welfare of the Child
• European Convention for the Protection of Human Rights and Fundamental Freedoms Consensus documents
• Beijing Declaration and Platform for Action of the Fourth World Conference on Women • General Assembly Declaration on the Elimination of Violence against Women
• Programme of Action of the International Conference on Population and Development (ICPD)
• UNESCO Universal Declaration on Cultural Diversity
• United Nations Economic and Social Council (ECOSOC), Commission on the Status of Women. Resolution on Ending Female Genital Mutilation. E/CN.6/2007/L.3/Rev.1.

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23.01.2021

Internationaler Tag der Bildung 2021

Unterstützung der 'Generation COVID-19'

Der dritte Internationale Tag der Bildung (24. Jänner) wird heuer am Montag, dem 25. Jänner 2021, unter dem UNESCO-Thema "Recover and Revitalize Education for the COVID-19 Generation" (Rettung und Neuausrichtung von Bildung für die CoVId-19-Generation) begangen.

Bildung ist der Schlüssel zur persönlichen Entwicklung und zur Zukunft einer nachhaltigen Gesellschaft - (c) gg
Bildung ist der Schlüssel zur persönlichen Entwicklung und zur Zukunft einer nachhaltigen Gesellschaft - (c) gg

Bildung ist der Schlüssel zur persönlichen Entwicklung und zur Zukunft einer nachhaltigen Gesellschaft. Sie ist das Fundament für sozialen Zusammenhalt, Wohlbefinden und Chancengleichheit.

Zu Beginn des neuen Jahres steht die Menschheit vor einer beispiellosen Herausforderung: Die Schulsysteme sind erschöpft; Eltern sind nicht in der Lage mit der "neuen Normalität" umzugehen; Lehrer brauchen Unterstützung; die Armut nimmt zu und die Regierungspolitik ist unstet.
Wir müssen jetzt mutige Schritte unternehmen, die sich an die Mädchen richten, die als erste betroffen und am schwersten zu erreichen sind.
Was ist zu tun, wenn Kinder und junge Studenten gezwungen sind, unter völlig neuen Gegebenheiten zu lernen, dem Cyberdruck ausgesetzt, ohne die richtigen Hilfsmittel, viele ohne familiäre Unterstützung, alleingelassen und damit auch psychisch aus dem Gleichgewicht geworfen?
Die harte Wahrheit ist, dass die traditionell hohe Erwartung in schulische Erfolge zu Schulabbrüchen und Schulverweigerung führt, sowie zu einer Generation mit gestörten Zukunftsaussichten.  
Frauen werden am stärksten betroffen sein, sie sind die ersten, die die Schule abbrechen und die letzten, die in dieser ungleichen Welt gerettet werden.
Wie UN-Generalsekretär António Guterres in seinem Policy Brief (Dossier) zu Bildung und COVID19 warnte, steht die Menschheit vor einer Generationenkatastrophe, die die Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern noch verschärfen wird.
•    Lassen Sie uns also Bildung und lebenslanges Lernen in den Mittelpunkt der Bemühungen für einen Aufschwung stellen. Noch einmal: Unser einzigartiges Kapital als Soroptimistinnen ist unsere globale Bewegung, die sich kraftvoll für das Gemeinwohl einsetzt.
•    Lassen Sie uns für die Unterstützung von Bildungs- und Rettungsmaßnahmen für Familien und Gemeinden eintreten.
•    Lassen Sie uns das Bekenntnis zu Bildung hervorheben und Beispiele und Best-Practice-Modelle in Gesetzen und im politischen Alltag aufzeigen.
Wir brauchen eine an die COVID-19-Situation angepasste und gleichberechtigte Bildungswelt.

Rita Noguiera Ramos, VP Advocacy SIE Federation

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15.01.2021

Orange the World – das Resultat der Kampagne 2020

Mehr als 16 Millionen Mal wurde der Einsatz gegen Gewalt an Frauen und Mädchen wahrgenommen

Das Engagement der Soroptimistinnen im Rahmen von „Orange the World“ ist in den vergangenen drei Jahren zu einem unserer Referenzprojekte geworden. Die von UNwomen initiierte Kampagne wurde durch den gemeinsamen Einsatz aller SI-Clubs in Österreich und die Partnerschaft mit HeForShe Graz und dem Ban Ki-moon Centre in Wien eine aufsehenerregende Möglichkeit, für das so wichtige Anliegen gesellschaftlich etwas zu bewirken.

Orange the World - Gegen Gewalt an Frauen - (c) heforshe granz
Orange the World - Gegen Gewalt an Frauen - (c) heforshe granz

2017 – wurde die weltweite Kampagne hierzulande in Wien und Graz gestartet.
 
2018 – hatten die Soroptimistinnen das Ziel, die Aktion auf ganz Österreich auszuweiten. 70 Gebäude in allen Bundesländern erstrahlten in orange, 26 Veranstaltungen und Aktionen bildeten das Rahmenprogramm und Ursula Strauss wurde als Schirmherrin gewonnen.
 
2019 – startete österreichweit die Zusammenarbeit mit den Opferschutzgruppen in  Krankenanstalten, um die Menschen dafür zu sensibilisieren, dass Gewalt gegen Frauen keinen Platz in unserer Gesellschaft hat. 130 Gebäude, darunter erstmals auch 60 Krankenhäuser, waren beleuchtet. Parlaments- und Landtagsabgeordnete trugen unsere „Stoppt Gewalt an Frauen“-Buttons.

2020 – Alle österreichischen Soroptimist-Clubs haben sich an der Kampagne beteiligt, 225 Gebäude waren der strahlende Beweis dafür. Krankenanstalten bzw. Opferschutzgruppen aus ganz Österreich waren trotz Corona wieder dabei. Diesmal war der Schwerpunkt „Gewalt im öffentlichen Raum“. Dazu wurden die Universitäten und Fachhochschulen Österreichs eingeladen sich interdisziplinär an der öffentlich geführten Diskussion zu beteiligen. Auch die Kirchen und Religionsgemeinschaften haben sich eingebracht und wurden wichtige Mitstreiter. Gottfried Helnwein konnte dazu gewonnen werden, eigens für die „Orange the World“-Kampagne kreierte Sujets anzufertigen, um sie an den Fassaden orange beleuchteter Gebäude und in einem Museum zu präsentieren. Bedingt durch Covid-19-Einschränkungen wird das Kunstprojekt allerdings erst zur Kampagne OTW 2021 öffentlich gezeigt werden.

Viele im ganzen Land geplante Veranstaltungen konnten heuer nicht stattfinden. Dafür wurden verbleibende Optionen genutzt und die Medienarbeit stark forciert:  Plakate, Megaboards, Pressekonferenzen, Pressegespräche und viele Beiträge in lokalen Radio- und TV-Sendern, sowie intensive Social Media-Arbeit auf Facebook, YouTube und Instagram steigerten die Awareness für dieses gesellschaftlich so relevante Thema enorm.
So wurden zum Beispiel im Zeitraum 21. November bis 12. Dezember 2020 in regionalen und überregionalen Printmedien 356 Artikel zum Themenkreis „Orange the World“, Soroptimismus bzw. Gewalt an Frauen gezählt, dazu 24 Radio- und 12 TV-Beiträge. Damit wurden in diesem Zeitraum mehr als 16 Millionen Leser*innen, Hörer*innen bzw. Seher*innen erreicht und ein Werbewert von 3,4 Millionen Euro erarbeitet.

Soroptimist International Österreich bedankt sich bei den Sponsoren Erste Group Bank AG und Energie Steiermark sowie bei den Bundesländern Kärnten, Niederösterreich, Steiermark, Tirol, Vorarlberg und Wien für die finanzielle Unterstützung der Kampagne.

Alle Bilder auf orangetheworld.soroptimist.at

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10.01.2021

Stipendium der Föderation ausgeschrieben

Einreichschluss ist bis 29. Jänner 2021 verlängert

Gemäß den Satzungen unserer Organisation hat Europäische Föderation von Soroptimist International auch für das Clubjahr 2020/2021 wieder ein Föderationsstipendium ausgeschrieben. Alle Clubs werden eingeladen, geeignete Kandidatinnen vorzuschalgen und die Information dazu an Monika Moritz zu schicken. Im vergangenen Jahr war eine der österreichischen Nominierten, unterstützt vom Club St. Veit a. d. Glan, erfolgreich und erhielt 6000 Euro für ihre Arbeit.

Stipendium SI Europäische Föderation - (c) sie
Stipendium SI Europäische Föderation - (c) sie

Mit dem SIE-Stipendium soll das Studium/die Weiterbildung von Frauen gefördert werden, die direkt oder indirekt Frauenbelange betreffen, um Leben, Gesundheit und Karrieren von Frauen zu verbessern. Die einzelne Förderung kann bis zu 15.000 Euro betragen. Jede Union darf zwei Kandidatinnen nominieren. Dazu sammelt TK Stipendien der Union, Monika Moritz (monikamoritz27@gmail.com), alle Vorschläge der österreichischen Clubs, die dann evaluiert und bei der Föderation eingereicht werden – die Clubs werden ersucht, ihre Vorschläge keinesfalls selbst in die Datenbank von SI Europe einzutragen. Die nötigen Ausschreibungsunterlagen sind im internen Bereich (Download Formulare) zu finden. Einsendeschluss ist bis 29. Jänner 2021 verlängert. Wir freuen uns über viele Einsendungen.

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