News

01.03.2021

Barrikaden oder Blumen zum Weltfrauentag?

IWD 2021 – #ChooseToChallenge

Soroptimist International ist die weltweite größte Organisation berufstätiger Frauen und feiert heuer ihr hundertjähriges Jubiläum. Im Jahr 1921 wurde auch der Weltfrauentag erstmalig und weltweit am 08. März gefeiert.

#soroptimist #westandupforwomen #aglobalvoiceforwomen #ngo #IWD2021 #InternationalWomensDay #womensday #womensupportingwomen #women
#soroptimist #westandupforwomen #aglobalvoiceforwomen #ngo #IWD2021 #InternationalWomensDay #womensday #womensupportingwomen #women

Seit der Gründung der Soroptimistinnen hat sich viel im Bereich der Frauenrechte getan. In allen europäischen Ländern sind Frauen wahlberechtigt, die Vergewaltigung der Ehefrau ist im Straftatbestand in den Gesetzbüchern verankert und Frauen können  ihren Beruf und ihren Aufenthaltsort frei wählen – aber dennoch bedeutet Gleichberechtigung nicht Gleichstellung.
Das Bild der Frauen hat sich in den letzten hundert Jahren immer wieder verändert und damit auch die Rolle, die die Frau in der Familie, im Beruf und der Gesellschaft einnimmt.

Die noch immer vorhandenen patriarchalischen Strukturen unserer Gesellschaft bewirken  nach wie vor, dass Frauen fast das Doppelte an unbezahlter Arbeit im Haushalt, der Kinderbetreuung und für pflegebedürftigen Angehörigen erledigen als Männer. Die Folge ist oftmals, dass Frauen ihren bezahlten Beruf nur in Teilzeit ausüben, um unbezahlte Arbeiten erledigen zu können. Die Folgen daraus sind geringere Karrierechancen, finanzielle Abhängigkeit und vieles mehr. Nicht immer wurde das nur von den Männern erzwungen.

Wir müssen den Weltfrauentag insbesondere nützen, um ein allgemeines Umdenken in unserer Gesellschaft zu bewirken. Chancengleichheit, Männerkarenz, allgemeine Beteiligung an der politischen sowie unternehmerischen Führung, sowie Teilung des Aufwandes an unbezahlter Arbeit sollen eine Selbstverständlichkeit werden, auch wenn das bedeutet, dass wir Quoten fordern, um das zu bewirken, was schon seit länger als 100 Jahren eine Selbstverständlichkeit sein sollte!

Eliette Thurn, Präsidentin SI Österr. Union 2020-2022

mehr...

21.02.2021

Tag der finanziellen Wahrheit

Wieviele Tageslöhne Frauen der Wirtschaft schenken

Equal Pay Day – der Tag, bis zu dem Männer ab Jahresbeginn unbezahlten Urlaub machen könnten, damit sie Ende des Jahres trotzdem das gleiche Einkommen wie Frauen erziehlt haben.

Einkommensvergleich – keine Kleinigkeit – (c) gg
Einkommensvergleich – keine Kleinigkeit – (c) gg

1979 wurde in den Vereinigten Staaten von einer Reihe von Frauenrechts- und Berufsverbänden das Nationale Komitee für  Lohngleichheit (NCPE) gegründet.   Es sollte die geschlechts- und rassischbedingte Lohndiskriminierung in den Staaten beseitigen und gleiche Bezahlung für Frauen erreichen. 1996 wurde erstmals der Equal Pay Day ausgerufen – der Tag, bis zu dem Männer ab Jahresbeginn unbezahlten Urlaub machen könnten, damit sie Ende des Jahres das gleiche Einkommen wie Frauen erziehlt haben. Im Durchschnitt natürlich.  
Da die Berechnung des Equal Pay Day auf statistischem Zahlenmaterial beruht, ist er natürlich nicht in allen Ländern dieser Erde gleich. Die Gesellschaft der Business & Professional Women hat diesen Aktionstag nach Europa gebracht und berechnen ihn seit 2009 auch für Österreich. Die Basis für die Berechnung des Equal Pay Day 2021 ist das Bruttojahreseinkommen von Frauen und Männern im Jahr 2019. Daraus resultiert ein Einkommensunterschied von 14,3 Prozent – das entspricht einer durchschnittlichen Arbeitsleistung von 52 Tagen und errechnet daher den österreich-durchschnittlichen Equal Pay Day 2021 auf den 21. Februar.
Wobei aus der Statistik des Einkommensberichts der Statistik Austria zu entnehmen ist, dass
Arbeiterinnen noch immer 27,4 Prozent weniger erhalten als ihre männlichen Kollegen, angestellte Frauen sogar um 31,4 Prozent weniger als angestellte Männer,
weibliche Vertragsbedienstete immerhin nur mehr 5,9 Prozent weniger als männliche, hingegen Beamtinnen bereits bis zu 4,8 Prozent mehr als ihre Kollegen bekommen.
Im Bundeländervergleich wird der EPD (Equal Pay Day) für zwischen 18. Jänner (Wien) und 26. März 2021 (Vorarlberg) errechnet.
Auch in Österreich wird bereits seit Jahrzehnten über „Gleichen Lohn für gleiche Arbeit“ verhandelt. Es ist höchste Zeit, dass diese Verhandlungen endlich zu einem Abschluss kommen – denn während sich die Lohnschere zuletzt sehhhhr langsam zu schließen schien, hat Corona sie nun wieder deutlich geöffnet – aber das wird man erst im kommenden Jahr deutlich sehen. Spüren kann man es jetzt schon.

mehr...

21.02.2021

The LINK

Das News-Bulletin SIE, Ausgabe Februar 2021

Hier der Link zum Online-Mitgliederjournal der SI Europäischen Föderation: LINK

Aus dem Inhalt:
Mitteilung der Föderationspräsidentin Anna Wszelaczyńska, Einladung zur Teilnahme am UN-Komitee "on the Status for Women", Ermunterung, sich selbst auch Führungsfunktionen  zuzutrauen, sowie Informationen über PräGe – ein deutsches Programm zur Vorbeugung vor häuslicher Gewalt unter Teenagern und ein Mädchen-Leadership-Training an einem kenianischen Beispiel.

Hier der Link zum Online-Mitgliederjournal der SI Europäischen Föderation: LINK

mehr...

06.02.2021

“Nulltoleranz für weibliche Genitalverstümmelung”

6. Februar - Internationaler Welttag gegen FGM

Weibliche Genitalverstümmelung umfasst alle Eingriffe, bei denen die äußeren weiblichen Genitalien aus nicht-medizinischen Gründen teilweise oder vollständig entfernt oder die weiblichen Genitalien auf andere Weise verletzt werden (WHO, UNICEF, UNFPA, 1997 Joint Statement).

- (c) sie
- (c) sie

Weltweit sind fast 200 Millionen Frauen und Mädchen im Alter zwischen  15 und 49 Jahren durch FGM geschädigt worden, vor allem in den 30 Ländern Afrikas, des Nahen Ostens und Asiens, in denen FGM weit verbreitet ist.
In den meisten Fällen wird die Verstümmelung an jungen Mädchen verübt, ohne deren Zustimmung oder angemessene Informationen über den Eingriff und seine Folgen.
Leider ist die weibliche Genitalverstümmelung in den Kulturen, in denen sie praktiziert wird, ein wichtiger Teil der Integration und Identität von Mädchen und Frauen geworden.

FGM kann auch ein Gefühl des Stolzes, des Erwachsenwerdens und der Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft vermitteln, was völlig falsch ist, aber dennoch eine Tatsache. Oftmals besteht auch die Erwartung, dass Männer nur solcherart “beschnittene” Frauen heiraten, die sich aber der Praxis der FGM nur unterziehen, um wirtschaftliche und soziale Sicherheit zu erlangen.

Lassen Sie es uns ein für alle Mal klar aussprechen: FGM ist international und regional als Menschenrechtsverletzung anerkannt, eine Verletzung der Menschenrechte des Mädchenkindes*, die mit erhöhten Gesundheitsrisken während des gesamten Lebens einer Frau verbunden ist – einschließlich Schmerzen, Schock, Infektionen, mangelndem Selbstwertgefühl und Stigmatisierung.

Weibliche Genitalverstümmelung ist eine Grausamkeit, eine Manifestation der Geschlechterungleichheit und eine Form von Gewalt in jeder Gesellschaft, in der sie praktiziert wird. Die Istanbul-Konvention definiert sie in Artikel 38.a) als eine Form von Gewalt gegen Frauen.

Während der COVID-19-Pandemie warnte die UNPFA (United Nations Population Fund) vor der Gefahr, dass bis 2030 zwei Millionen Mädchen FGM unterworfen sein könnten, was einen Rückschritt gegenüber SDG 5.3 (Sustainable Development Goal Nr. 5.3 der UN-Initiative von 2012, “Gleichberechtigung für Frauen und Mädchen durch Beseitigung aller schädlichen Praktiken wie Kinderheirat und weibliche Genitalverstümmelung”) bedeutet.  

Dieser Trend erfordert eine dringende und umfassende Reaktion und die Investition von Ressourcen, um diese schädliche Praxis zu verhindern.

Wir Soroptimistinnen Stand Up for Women and Girls. Wir fordern alle Staaten auf, einen gemeinsamen Ansatz, eine Angleichung der Politik mit einer umfassenden Strategie, und unter Einbeziehung von NGOs mit Erfahrung in dieser Angelegenheit, zu verfolgen.
1.    Bereitstellen von Ressourcen, Dienste für Überlebende, sowie einen starken Plan zur Aufklärung in den Gemeinden, um das Bewusstsein für die Folgen von FGM zu schärfen und letztendlich alle, die FGM praktizieren oder fördern, zu kriminalisieren.
2.    Strafgesetze, Kinderschutzgesetze und Zivilgesetze werden benötigt, um bereits bestehende internationale und regionale Verträge oder Konventionen umzusetzen, da das Engagement der Regierungen in dieser Angelegenheit sehr gering ist;
3.    Ausgebildetes Gesundheitspersonal, das weibliche Genitalverstümmelung durchführt, sollte wissen, dass es das Recht von Mädchen und Frauen auf Leben, das Recht auf körperliche Unversehrtheit und das Recht auf Gesundheit verletzt;
4.    Wir brauchen mehr weibliche Führungspersönlichkeiten, gebildete Frauen, die Verantwortung übernehmen, bereit sind, ihre Gemeinden zu beeinflussen und einen echten Paradigmenwechsel herbeizuführen;
5.    Die Ermächtigung von Frauen ist von zentraler Bedeutung für die Beseitigung dieser Praxis, da eine ermächtigte Frau die Stimme und die Kraft sein wird, dieses Instrument der Stigmatisierung von Mädchen und der Geschlechterungleichheit zu verändern;
6.    Soziale Medien können eine entscheidende Rolle spielen, sowohl um korrekte Informationen in die Haushalte zu bringen als auch um die Menschen über positive soziale Veränderungen zu informieren;
7.    Hilfe zur Selbsthilfe/Capacity Building, Forschung, Monitoring und Evaluation bei allen Akteuren werden dazu beitragen, FGM zu beenden.

Nicht zuletzt spielen Soroptimist International of Europe und ihre Mitglieder eine Schlüsselrolle in dem sie das Thema zur Sprache bringen und darauf aufmerksam machen, Stellungnahmen publizieren, und gegen FGM eintreten.

Bitte verbreitet diese Botschaft von NULLTOLERANZ für FGM in Euren Gemeinschaften.

Internationale Übereinkommen:

• Convention against Torture and Other Cruel, Inhuman or Degrading Treatment or Punishment
• Covenant on Civil and Political Rights
• Covenant on Economic, Social and Cultural Rights
• Convention on the Elimination of all Forms of Discrimination against Women (CEDAW)
• Convention on the Rights of the Child
• African Charter on Human and Peoples’ Rights (the Banjul Charter) and its Protocol on the Rights of Women in Africa
• African Charter on the Rights and Welfare of the Child
• European Convention for the Protection of Human Rights and Fundamental Freedoms Consensus documents
• Beijing Declaration and Platform for Action of the Fourth World Conference on Women • General Assembly Declaration on the Elimination of Violence against Women
• Programme of Action of the International Conference on Population and Development (ICPD)
• UNESCO Universal Declaration on Cultural Diversity
• United Nations Economic and Social Council (ECOSOC), Commission on the Status of Women. Resolution on Ending Female Genital Mutilation. E/CN.6/2007/L.3/Rev.1.

mehr...

23.01.2021

Internationaler Tag der Bildung 2021

Unterstützung der 'Generation COVID-19'

Der dritte Internationale Tag der Bildung (24. Jänner) wird heuer am Montag, dem 25. Jänner 2021, unter dem UNESCO-Thema "Recover and Revitalize Education for the COVID-19 Generation" (Rettung und Neuausrichtung von Bildung für die CoVId-19-Generation) begangen.

Bildung ist der Schlüssel zur persönlichen Entwicklung und zur Zukunft einer nachhaltigen Gesellschaft - (c) gg
Bildung ist der Schlüssel zur persönlichen Entwicklung und zur Zukunft einer nachhaltigen Gesellschaft - (c) gg

Bildung ist der Schlüssel zur persönlichen Entwicklung und zur Zukunft einer nachhaltigen Gesellschaft. Sie ist das Fundament für sozialen Zusammenhalt, Wohlbefinden und Chancengleichheit.

Zu Beginn des neuen Jahres steht die Menschheit vor einer beispiellosen Herausforderung: Die Schulsysteme sind erschöpft; Eltern sind nicht in der Lage mit der "neuen Normalität" umzugehen; Lehrer brauchen Unterstützung; die Armut nimmt zu und die Regierungspolitik ist unstet.
Wir müssen jetzt mutige Schritte unternehmen, die sich an die Mädchen richten, die als erste betroffen und am schwersten zu erreichen sind.
Was ist zu tun, wenn Kinder und junge Studenten gezwungen sind, unter völlig neuen Gegebenheiten zu lernen, dem Cyberdruck ausgesetzt, ohne die richtigen Hilfsmittel, viele ohne familiäre Unterstützung, alleingelassen und damit auch psychisch aus dem Gleichgewicht geworfen?
Die harte Wahrheit ist, dass die traditionell hohe Erwartung in schulische Erfolge zu Schulabbrüchen und Schulverweigerung führt, sowie zu einer Generation mit gestörten Zukunftsaussichten.  
Frauen werden am stärksten betroffen sein, sie sind die ersten, die die Schule abbrechen und die letzten, die in dieser ungleichen Welt gerettet werden.
Wie UN-Generalsekretär António Guterres in seinem Policy Brief (Dossier) zu Bildung und COVID19 warnte, steht die Menschheit vor einer Generationenkatastrophe, die die Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern noch verschärfen wird.
•    Lassen Sie uns also Bildung und lebenslanges Lernen in den Mittelpunkt der Bemühungen für einen Aufschwung stellen. Noch einmal: Unser einzigartiges Kapital als Soroptimistinnen ist unsere globale Bewegung, die sich kraftvoll für das Gemeinwohl einsetzt.
•    Lassen Sie uns für die Unterstützung von Bildungs- und Rettungsmaßnahmen für Familien und Gemeinden eintreten.
•    Lassen Sie uns das Bekenntnis zu Bildung hervorheben und Beispiele und Best-Practice-Modelle in Gesetzen und im politischen Alltag aufzeigen.
Wir brauchen eine an die COVID-19-Situation angepasste und gleichberechtigte Bildungswelt.

Rita Noguiera Ramos, VP Advocacy SIE Federation

mehr...