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27.06.2022

Verleihung des ersten 'Marianne Beth Preises'

Auszeichnung im Namen einer Wiener Soroptimistin

Am 27. Juni 2022 wurdein Wien im Rahmen des Grundrechtetags 2022 der ÖRAK (Österreichische Rechtsanwaltskammer) der Marianne Beth Preis erstmals verliehen. Die erste Preisträgerin ist Rechtsanwältin Helene Klaar, eine auf Ehescheidungen spezialisierte Anwältin, die sich seit Jahren besonders für die Rechte von Frauen engagiert. Die Namensgeberin des Preises, Marianne Beth, war Gründungsmitglied des ersten Soroptimist Clubs in Wien.

Niva von Weisl, Helene Klaar, RAK-Präsident Rupert Wolff – ©  ÖRAK
Niva von Weisl, Helene Klaar, RAK-Präsident Rupert Wolff – © ÖRAK

Marianne Beth (geb. von Weisl, 1890 bis 1984) war nicht nur die erste Österreicherin, die ein Jus-Studium absolvierte, sondern im Jahr 1928 auch die erste in Österreich je eingetragene Rechtsanwältin. Im Jahr darauf, 1929, war sie als Vizepräsidentin und rechtliche Beraterin ein wichtiges Gründungsmitglied des ersten österreichischen Soroptimist-Clubs Wien. 1938 musste sie als konvertierte Jüdin aus Wien flüchten, sie starb hochbetagt 1984 in New York.

Der Österreichische Rechtsanwaltskammertag stiftete 2021 zu ihrem Gedenken den "Marianne Beth Preis – Preis zur Wahrung der Rechtsstaatlichkeit in Österreich".

Mit dem Preis sollen besondere, über den beruflichen Kernbereich hinausgehende Leistungen von Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten zum Wohle der Gesellschaft sowie zur Weiterentwicklung des Berufsstandes gewürdigt werden. Der Marianne Beth Preis ist mit einem Preisgeld in Höhe von 20.000 € dotiert, das über Vorschlag der jeweiligen Preisträgerin bzw. des Preisträgers an eine gemeinnützige Organisation gespendet wird.

Am 27. Juni 2022 wurde im Rahmen des Grundrechtetags 2022 der ÖRAK (Österreichische Rechtsanwaltskammer) der Marianne Beth Preis erstmals verliehen. Erste Preisträgerin ist Rechtsanwältin Helene Klaar, eine auf Ehescheidungen spezialisierte Anwältin, die sich seit Jahren besonders für die Rechte von Frauen engagiert.

Helene Klaar erhielt 2004 den Wiener Frauenpreis für ihre „besonderen Verdienste um Frauen im Scheidungsfall“ und 2019 den Frauen-Lebenswerk-Preis. Das Preisgeld des Marianne Beth Preises spendete sie an den Verein Wiener Frauenhäuser. Der Preis wurde ihr von Marianne Beths Nichte, Niva von Weisl, bei der Veranstaltung persönlich überreicht.

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26.06.2022

Drei Auszeichnungen für Österreich

Föderation lobt beim Governorsmeeting heimische Soroptimistinnen

Bei der Generalversammlung der SI Föderation Europas in Kortrijk, Belgien, konnten die Österreich-Vertreterinnen – die Governeurinnen Betty Neumann, Elisabeth Brandl sowie unsere Unionspräsidentin Eliette Thurn – Sonntag vormittags gleich drei Auszeichnungen für die Arbeit des vergangenen Clubjahres in Empfang nehmen:

• Der erstmals ausgelobte Best-Practice-Sonderpreis „New Members & Visibility“ ging an SI Österreich für die 100-Jahr-Jubiläums-Kampagne „Road to Equality“.
• Das Kommunikationsteam der Österreichischen Union wurde für die ausgezeichnete Social Media-Arbeit während der Road-to-Equality-Kampagne gewürdigt.
• Der „Best Practice Award“ für ein Club-Projekt in der Kategorie „Women’s Empowerment“ ging an den SI Club Mödling für den "Female Power Talk".

Governeurinnen Betty Neumann & Elisabeth Brandl,  Unionspräsidentin Eliette Thurn – © SI Österreich
Governeurinnen Betty Neumann & Elisabeth Brandl, Unionspräsidentin Eliette Thurn – © SI Österreich

Den mit 1000€ dotierten Best-Parcatice-Sonderpreis „New Members & Visibility“ errang SI Österreich für die Kampagne „Road to Equality“.
Die „Road to Equality“ führte symbolisch für die 100 Bestandsjahre auf einem 100-Tage-Spaziergang durch ganz Österreich. Damit sollten 100.000 Menschen die Ziele von Soroptimismus und Kampagne nähergebracht werden. Doch dieses Ziel wurde bei Weitem übertroffen: Auf unterschiedlichsten Medien-Kanälen wurden mehr als 18 Millionen Menschen erreicht, die Reputation und  Bekanntheit der österreichischen Soroptimistinnen erhöht, Aufmerksamkeit auf die vier Kernthemen der Kampagne gelenkt ((Frauen und Finanzen, Frauen und Wohnen, Frauen & Gesundheit, Gewaltfreies Leben für Frauen) sowie das Interesse von jungen Menschen, Medienvertreter*innen, Funktionsträger*innen und Politiker*innen errungen.
Möglich wurde dieser großartige Erfolg durch die engagierte Zusammenarbeit aller österreichischen SI-Clubs sowie die Unterstützung und das Sponsoring durch zahlreiche Unternehmen und Organisationen:
Autohaus Straus, CROMA Pharma GmbH, Bankhaus Schellhammer & Schattera AG, Energie AG Oberösterreich, Energie Steiermark AG,  KELAG Kärntner AG, Kärntner Sparkasse AG, Miele GmbH, Metro Cash & Carry Österreich GmbH, Multiuser EDV KG, Raiffeisenbankengruppe Burgenland, Spar Steiermark, Steiermärkische Bank & Sparkassen AG, Oberbank, ÖBB Holding AG, Uniqa Insurance Group AG, Volkskreditbank AG

Eine eigne Auszeichnung für die lebendige und umsichtige Medienarbeit zur „Road to Equality“ erhielt das Kommunikationsteam von SI Österreich, namentlich Katarina Haller, für ihre Arbeit in Facebook, Instagram und Twitter. Auf einer Subwebseite wurden alle Details zur „Road“ veröffentlicht, eine App erleichterte es, mit den wandernden Teilnehmer*innen Schritt zu halten.

Den jährlich ausgeschriebenen „Best Practice Award“ der SI Föderation Europas in der Kategorie „Women‘s Empowerment“ errang der SI Club Mödling für sein Projekt „Female Power Talk“. Dafür entwickelten die Clubmitglieder während der Pandemie-Lockdowns monatliche Webinare zu verschiedenen Kommunikations-Themen. Unterschiedliche Referent*innen begeisterten pro Session bis zu 40 Teilnehmerinnen. Insgesamt wurden so etwa 350 Menschen erreicht. Die Teilnahmegebühren wurden einem Frauenhaus im Raum Mödling überwiesen.

SI Österreich bedankt sich bei allen Mitgliedern, Freund*innen, Förder*innen und Interessent*innen für das großartige Engagement und eine themen- und branchenübergreifende Zusammenarbeit zur Förderung von Frauen und Mädchen. Wir freuen uns sehr. Die Auszeichnungen sind Ansporn für unseren weiteren Einsatz!

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10.06.2022

SI Österreich unter den Finalisten des GreenMarketingAwards

'Road to Equality' in der Kategorie 'be aware' Spitze

Ende März war Einreichfrist für den in Österreich erstmal ausgeschriebenen Green Marketing Award. Umweltministerium, ÖBB-Werbung, GroupM und die Medien-Fachzeitschrift Horizont holten am 9. Juni 2022 die nachhaltigsten Marketing-Aktionen des Landes in einer großen Gala vor den Vorhang.  Insgesamt wurden 83 Projekte eingereicht. Zu einem "Stockerlplatz" hat es zwar nicht gereicht aber unsere umweltfreundliche 100-Jahr-Kampagne "Road to Equality" schaffte es immerhin in die Gruppe der letzten Fünf der Kategorie "be aware".

Green Marketing Award: BM Leonore Gewessler, SI Österreich Präsidentin Eliette Thurn – © horizont, orf, BMU
Green Marketing Award: BM Leonore Gewessler, SI Österreich Präsidentin Eliette Thurn – © horizont, orf, BMU

Die Ministerin Leonore Gewessler betonte in ihrer Eröffnungsrede, dass es im Marketing darum ginge, den besten Ideen zum Durchbruch zu verhelfen, wobei Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit neben der Originalität Hauptkriterien waren.

Ministerin Gewessler: "Und wenn wir unser Klima retten und unseren Planeten lebenswert halten wollen, brauchen wir die besten Ideen. Auch im Marketing braucht es Vorbilder, die vorangehen und sich in den Dienst der guten Sache stellen."

In den drei Kategorien "think different", "be aware" und "innovate" wurden die Gewinner nach Vorauswahl durch eine Fachjury von einem Konsument:innen-Panel ermittelt und an diesem Abend ausgezeichnet. Die Initiative "unverpackt" von Interspar gewann "think different", "Too Good To Go" siegte bei "be aware", und die Spar in Kooperation mit To good to go mit der "APP Überraschungssackerl" die Kategorie "innovate".

Der Abend mit vielen Vertretern aus Wirtschaft, Werbung, Marketing, Presse und Politik war eine ausgezeichnete Gelegenheit, Soroptimist International Österreich wieder ein wenig bekannter zu machen.  Abends danach waren die Höhepunkte der Veranstaltung auch in den "Seitenblicken" zu sehen.

Mehr zum Green Marketing Award ist auf green-marketing-award.at zu finden.

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02.06.2022

Konzerte, Kabarett und Ausstellungen

Veranstaltungen zugunsten der Ukraine-Hilfe

Österreichs Soroptimisstinnen haben bereits seit dem Angriff auf die Ukraine die Ärmel hochgekrempelt, um Hilfe für Geflüchtete und Vertriebene zu leisten, aber auch Menschen zu unterstützen, die geblieben sind.
Inzwischen sind bereits Spenden und Waren im Wert von ein paar Kleinwagen gesammelt und entweder direkt oder über das Project Matching durch die Europäische Föderation der Soroptimistinnen abgerechnet worden.  
Aber damit ist noch lange nicht genug. Der Erlös vieler Veranstaltungen von Clubs in ganz Österreich werden auch weiterhin der Hilfe für die Ukraine gewidmet. Ein Blick in unseren Kalender zeigt, wo in der nächsten Zeit etwas los ist.

Aktionskonto "SI Union Österreich", IBAN AT93 3284 2000 0014 4840 Zahlungsgrund: UKRAINE

Der Erlös vieler Soro-Veranstaltungen ist der Ukraine-Hilfe gewidmet – © adobe stock
Der Erlös vieler Soro-Veranstaltungen ist der Ukraine-Hilfe gewidmet – © adobe stock


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01.06.2022

FEMIZIDE

Bericht der Beobachtungsstellen für Frauenmorde und psychologische Gewalt gegen Frauen, vor allem Mütter

Vergangenen November gab es bei den UN-Organisationen in Wien ein zweitägiges Online-Expertinnen-Treffen zum Schwerpunkt "Femizide". Zu dieser Veranstaltung wurde nun ein Report veröffentlicht, der alle Stellungnahmen zum Themenkomplex zusammenfasst (PDF im Anhang). Je ein Kapitel enthält die Empfehlungen über aktuell notwendige Maßnahmen gegen Femizide in Österreich sowie den Bericht an die UN-Generalversammlung.

FEMIZIDE, Spezialausgabe Mai 2022
FEMIZIDE, Spezialausgabe Mai 2022

Das Konzept des Femizids, das vorsätzliche Töten von Frauen und Mädchen, nur weil sie weiblich sind, wurde von Diana Russell in den 1970er Jahren entwickelt, aber der Begriff war bereits in ganz Lateinamerika gebräuchlich. Hauptsächlich motiviert durch Frauenfeindlichkeit, Sexismus und einen männlichen Überlegenheitskomplex, fand es nach und nach Eingang in den öffentlichen Diskurs und wird heute als eine Form der Diskriminierung und
Menschenrechtsverletzungen verstanden, die weitgehend ungestraft bleiben.

2012 wurde in Wien das erste Internationale Symposium zur Bekämpfung von Femiziden abgehalten. Daraus resultierend entstand der erste Aktionsplan, der unter den Mitgliedern der teilnehmenden Staaten verteilt wurde. Im Jahr 2013 wurde in der UN-Kommission für Verbrechensverhütung und Strafrechtspflege eine Resolution erarbeitet und von der Generalversammlung der Vereinten Nationen (Resolution 68/191) verabschiedet. Im Jahr 2015 forderte der Sonderberichterstatter die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen auf, eine "Femizid-Watch" und Datenerhebung sowie Verfahren zur Verhinderung und Verfolgung von Femiziden zu etablieren.

Jetzt, zehn Jahre später, schlagen die Internationale Vereinigung zur Förderung innovativer Reaktionen auf Globale Herausforderungen (IAAI) und Soroptimist International vor, im Rahmen einer Veranstaltung der nächsten Kommission für Verbrechensverhütung und Strafrechtspflege mögliche Lösungen und neue Strategien zu prüfen und für diese Verbrechen gegen Frauen zu sensibilisieren. Der Schwerpunkt wird auf der Fortsetzung des Kampfes gegen geschlechtsspezifische Tötungen und die Überwindung von Vorurteilen und Stereotypen liegen und darauf zielen, Präventivmaßnahmen und Kontrollinstrumente zu ergreifen.

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