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08.12.2021

Femizide – Morde an Frauen

Die Orange-the-World-Kampagne sorgt für Gesprächsstoff

Ein überlebensgroße Bild einer blutverschmierten, augenscheinlich ermordeten Frau ziert seit 25. November das Grazer Opernhaus, das Schauspiel Graz und das Volkskundemuseum der steirischen Hauptstadt.  Künstler Gottfried Helnwein hat das Sujet speziell für die  diesjährige „Orange the World“-Kampagne  zur Verfügung gestellt.  Der traurige Anlass: Bereits mehr als 30 Frauen wurden 2021 in Österreich ermordet.

In vielen Orten des Landes leuchten Landmarks orange, aber über die Bedeutung dessen muss noch viel mehr gesprochen werden. Interessante Stellungnahmen und Zitate dazu sind auf orangetheworld.soroptimist.at zu lesen.

269 Objekte in ganz Österreich werden orange beleuchtet - (c) gg
269 Objekte in ganz Österreich werden orange beleuchtet - (c) gg

Die geplante Fachtagung in Graz und Wien konnte lockdown-geschuldet nicht in Präsenz stattfinden. Alternativ werden die Statements der geladenen Experten im Rahmen eines Dokumentarvideos zusammengefasst. „Es wurde den drängenden Fragen nachgegangen, wie Femizide in Zukunft zu verhindern sind, wie die Einschätzung von Risikofällen verbessert werden kann und die Sicherheit gefährdeter Frauen gewährleistet werden“, erklärt Brigitte Soran, unsere Sonderbeauftragte für die weltweite Orange-Kampagne.
Das Fazit: „Vor dem Hintergrund zunehmender Gewalt gegen Frauen und Mädchen, erscheint allen Referent:innen ein gesamtgesellschaftliches Zusammenwirken notwendig. Es bedarf einer engeren Kooperation zwischen den vielen Akteuren und Stakeholdern – im Speziellen von staatlichen Stellen bis hin zu NGOs und Initiativen in Gemeinden und Kommunen. Legislative, Judikative und Exekutive sollten dazu die wesentlichen Rahmenbindungen zur Verhinderung von Gewalt schaffen können. Um wirksame Präventionsarbeit leisten zu können, müssen verstärkt Synergien mit Netzwerk-Partner:innen und Helfersystemen geschaffen werden. Auch die Datenerfassung zum Tötungsdelikt ‚Femizid‘ sollte weiter ausgebaut werden.  Hier sind alle politischen Akteure aufgefordert zu handeln.“

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02.12.2021

ORANGE THE WORLD – Lichter gegen Gewalt

Ursula Strauss und Gottfried Helnwein unterstützen die internationale Kampagne

Leider müssen auch heuer viele geplante Veranstaltungen zwischen 25. November und  10. Dezember wegen des allgemeinen Lockdowns virtuell abgehalten oder ganz abgesagt werden. Weltweit werden aber wieder in orange Licht getauchte Gebäude, Landmarks und Objekte  auf die UN-Kampagne  gegen Gewalt an Frauen aufmerksam machtn. Allein in Österreich werden mehr als 200 orange "Leuchtpunkte", zahlreiche Beflaggungen, Transparente und gekennzeichnete Wege zeigen: Soroptimistinnen fordern angesichts des bereits 30. Frauenmordes des Jahres in Österreich: "Stoppt Gewalt an Frauen!" Unterstützt werden wir dabei von der Schauspielerin Ursula Strauss und dem Künstler Gottfried Helnwein.

Menschen aus Wirtschaft, Politik und Gesundheitswesen, Kunst und viele Influenzer erklären sich mit diesen Forderungen solidarisch:
Weitere Statements sind täglich auf FB und Instagram

Stoppt Gewalt an Frauen - Sujet Gottfried Helnwein zur Unterstützung der Kampagne ORANGE THE WORLD - (c) APA
Stoppt Gewalt an Frauen - Sujet Gottfried Helnwein zur Unterstützung der Kampagne ORANGE THE WORLD - (c) APA


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18.10.2021

Verdienstkreuze des Landes Tirol

Einsatz für Frauen gewürdigt

Tirols Landeshauptmann Günther Platter und sein Südtiroler Amtskollege Arno Kompatscher überreichten am zweiten Oktober-Wochenende bei einem Festakt in Meran, Südtirol, Landesverdienstkreuze an herausragende Persönlichkeiten beider Landesteile – darunter unsere CS Renate Magerle (SI Club Kitzbühel) und Monika Frenzel (SI Club Innsbruck).

Tirols LH Günther Platter, Renate Magerle, Südtirols LH  Arno Kompatscher - (c) Land Tirol/DieFotografen
Tirols LH Günther Platter, Renate Magerle, Südtirols LH Arno Kompatscher - (c) Land Tirol/DieFotografen

„Die heute mit dem Verdienstkreuz ausgezeichneten Persönlichkeiten sind leuchtende Vorbilder, wenn es um den uneigennützigen Einsatz für das Gemeinwohl geht. Für dieses außergewöhnliche Engagement darf ich tiefe Anerkennung und großen Dank im Namen unserer beiden Länder ausdrücken. Ich bin überzeugt, dass vieles nicht möglich wäre, hätten wir nicht Männer und Frauen wie die nunmehr Geehrten, die nicht müde werden, sich für andere und ihre Heimat einzusetzen“, zollte LH Platter den Ausgezeichneten seinen Respekt. Das Verdienstkreuz ist die dritthöchste Auszeichnung, die das Land (nach Ring und Ehrenzeichen) zu vergeben hat.
Den Wert und die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements hob auch Kompatscher hervor: „In einer zunehmend von Individualisierung geprägten Zeit sind Unterstützung, Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft besonders wichtig."

"Verdienste um das Sozialwesen"

Monika Frenzel ist gebürtige Kitzbühelerin und als Kunsthistorikerin seit Jahrzehnten in Tirol tätig. Als dipolmierter Austrian Guide gründete sie 1993 mit einer Gruppe von Fremdenführerinnen den Kulturverein "per pedes" in Innsbruck, dessen Vorsitzende ise bis heute ist.  2008 machte sie sich als Organisatorin des Festumzuges in Trient zur Erinnerung an die Kaiserkrönung Maximilians II verdient.  Die von ihr kuratierte Maximilian-Ausstellungen in den Jahren 2005 und 2019 in der Innsbrucker Hofburg waren Höhepunkte ihrer kulturellen Arbeit.
Renate Magerle ist seit vielen Jahren eine starke Stimme für Frauen. Ihr Ziel ist die Gleich- und Besserstellung von Frauen in der Gesellschaft und sie setzt sich darüber hinaus unermüdlich für Frauen und Mädchen ein, die sich in schwierigen Lebenssituatioinen befinden. Im Auftrag des Soroptimist Clubs Kitzbühel gründete sie 2010 das Mädchen- und Frauenberatungszentrum mit Sitz in St. Johann, das sie seither als Obfrau leitet. Neben Rechtsberatung wird hier professionelle Hilfe bei sozialen, psychischen und ökonomischen Problemen angeboten – die Beratungen sind anonym und kostenlos.
In der ihr verliehenen Auszeichnung sieht Renate den Auftrag, für ihr Anliegen unbeirrt weiter zu kämpfen und auch mehr finanzielle Unterstützung seitens der öffentlichen Hand zu fordern: Nach den Lockdowns ist der Bedarf an unseren Beratungsleistungen enorm gestiegen. Ich werde daher nicht locker lassen."

Ein weiterer Bericht in den Bezirksblättern.

In diesem Zusammenhang noch eine Bitte:  im Rahmen einer Abstimmung auf frautiroler.info läuft ein Wettbewerb zwischen Sozialprojekten, in dessen Rahmen die Tiroler Versicherung Finanzmittel verteilt je mehr Votes für ein Projekt, desto größer der Anteil an den zur Verfügung gestellten Geldern. Jede Stimme für das "Mädchen- und Frauenberatungszentrum Bezirk Kitzbühel" ist daher ausgesprochen wertvoll!!

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05.10.2021

Bilanz einer Wanderung

Das haben wir in den 100 Tagen der Road to Equality erreicht

Dies ist ein Eigenlob in Zahlen und Fakten, das sehr deutlich zeigt, was alles wir Soroptimistinnen Österreichs gemeinsam erreichen können. Angeführt durch Unionspräsidentin Eliette Thurn und das Soko-Team unter der Leitung von Maria Schönauer (Club Wien Vivata) wurde die Wanderung durch ganz Österreich, die Road to Equality, mit ihren vier Schwerpunkt-Themen ein beispielloser Fackellauf für die Verbesserung der Situation von Frauen in unserer Gesellschaft.

Zum Abschluss der Kampagne in Eisenstadt trafen Grußbotschaften der aktuellen SI-Weltpräsidentin Sharon Fisher und unserer neuen Föderationspräsidentin Carolien Demey per Video ein.

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Kommunikationskoordinatorin Barbara Klauß hat am ersten Oktoberwochenende folgende "Rechnung" für die Arbeit von 100 Tagen (26. Juni bis 3. Oktober 2021) zusammengestellt:
§ 2000 Wanderinnen und Wanderer hatten sich für die verschiedenen Etappen der Wanderung durch Österreich angemeldet. Die Anzahl der tatsächlichen Weggefährten war jedoch höher, konnte aber noch nicht eruiert werden.
§ Die Summe der 100 Etappen betrug 3752 km
§ Insgesamt wurde 1045 Stunden und 50 Minuten gewandert
§ Das Begleitfahrzeug war 4581 km im Einsatz
§ Ins Logbuch der Wanderung wurden 72.000 Unterschriften eingetragen

Die Kampagne wurde von umfangreichem Lesestoff und zahlreichen Mitnahmeartikeln unterstützt:
§ Der Sonderseite 100jahre.soroptimist.at der Agentur Der M-Effekt
§ Dem Sonderjournal unter der Regie von Evelyn Benesch und Dietlinde Hinterwirt
§ Den Themenfoldern von Elfi Palkovits (Finanzen), Andrea Rockenbauer (Gewalt), Evelyn Ernst (Wohnen) und Monika Mustak (Gesundheit)
§ Sozial Media-Betreuung von Katharina Rudolf
§ Videoaufnahme und -Bearbeitung durch Marie-Theres Thiery
§ Notfallkarten & Merchandise-Produkte

Die Bilanz der österreichweiten bis regionalen Pressearbeiten führte bis heute zu 405 Beiträgen in Zeitungen und Magazinen, wodurch 7,240.540 Leserinnen und Leser einmalig erreicht wurden, und mehr als 18,964.230 Mehrfachkontakte gezählt werden konnten.
15 TV-Beiträge bzw. Interviews erzielten laut ORF eine Reichweite von 132.000 bis 160.000 Zuschauerinnen und Zuschauer pro Sendung in den Bundesländern, gesamt knapp 1,980.000 Menschen. 5 Privatsender-Beiträge brachten weitere 48.000 Publikums-Kontakte.
32 Radiointerviews machten etwas mehr als 231.000 Zuhörerinnen und Zuhörer auf unsere Road to Equality aufmerksam.
Auf Instagram hat Soroptimist Austria nun 108.000 Abonnenten, auf Facebook 98.000 Follower.

Diese große Öffentlichkeit ist das Resultat der gemeinsamen Anstrengung aller österreichischen Clubs. Ab jetzt hat Österreichs Soroptimimus den Status als bestgehütetes Geheimnis des Landes überwunden. Details und Strecken sind auf 100jahre.soroptimist.at nachzulesen.

Wir bedanken uns sehr herzlich bei den zahlreichen Sponsoren, die unsere Aktivitäten und Projekte im Rahmen der Kampagne unterstützt haben.

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02.10.2021

Road to Equality – Die 100-Jahr-Wanderung im ORF

Teil 5 – Aus dem Studio 2 – österreichweit
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