Blog der Präsidentin

eliette_ponem_rot_quer.jpgEliette Thurn, Präsidentin SI Österr. Union 2020-2022 – (c) privat
23.06.2021

Das Feuer der ROAD TO EQUALITY

WE NEED YOU ALL!

Es ist so weit. Am Samstag, dem 26. Juni 2021, startet die ROAD TO EQUALITY und ich hoffe Ihr werdet alle daran teilnehmen.

WE NEED YOU ALL! Es ist eine österreichweite Kampagne: bitte macht alle mit und tragt das Feuer der ROAD TO EQUALITY durch Österreich!!!!

Die vier Leit-Themen, die wir in unserem Katalog mittragen: Frauen und Finanzen, Frauen und Gesundheit, Frauen und Wohnen sowie gewaltfreies Leben. Das sind die Bereiche, die den Gender Gap in Österreich noch immer ausmachen.

A) Alle Termine findet ihr auf 100jahre.soroptimist.at Unter alpenvereinaktiv.com/de/tour/100jahr-wanderung-soroptimist-international-austria/213280478/ und in der App des Alpenvereins (Alpenverein Aktiv) findet Ihr alle Routen mit den Treffpunkten und Uhrzeiten. Auf unserer Homepage unter soroptimist.at/termine.asp haben die Clubs begonnen ihre Veranstaltungen zur Staffelübergabe einzutragen.

B) Wir haben anlässlich unseres Jubiläums eine Sonderausgabe des Journals verfasst. Diese Festschrift mit Grußworten der Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula Von der Leyen, des Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen und anderen ist ein Journal für uns, für potenzielle neue Clubschwestern, Sponsoren, Presse und alle weiteren, die sich für uns und unsere Tätigkeit interessieren.

Weiters gibt es eine Broschüre mit der Übersicht über die vier Leit-Themen und die ROAD TO EQUALITY.

C) Wir wollen über unsere ROAD TO EQUALITY berichten. Bitte führt GEHspräche und verbreitet diese über Webseiten, Social Media-Kanäle, Presse, etc. Nur wenn wir über unsere Anliegen sprechen, können wir Bewusstsein schaffen und eine Änderung bewirken.

D) Wir haben einen eigenen Wikipedia-Eintrag: https://de.wikipedia.org/wiki/Soroptimist_International_Österreichische_Union

Das SOKO Team, die Koordinatorinnen und die Clubpräsidentinnen haben viel Vorarbeit geleistet: Jetzt seid Ihr dran!
Ich wünsche viel Erfolg auf der ROAD TO EQUALITY und einen schönen Sommer!!!!!
Eliette Thurn, Präsidentin SI Österr. Union 2020-2022

 

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eliette_ponem_rot_quer.jpgEliette Thurn, Präsidentin SI Österr. Union 2020-2022 – (c) privat
23.03.2021

Istanbul Konvention

Wir setzen uns für Frauen ein ...

Die Istanbuler Konvention ist eines der wichtigsten Mittel zum Schutz von Frauen vor häuslicher Gewalt. Wir bedauern zutiefst den Austritt der Türkei aus diesem Abkommen, wodurch die schon prekäre Situation der Frauen in der Türkei zusätzlich gefährdet wird.
Wir fordern die Österreichische Regierung auf, sich einzusetzen, damit in anderen Länder die Rechte und die Sicherheit von Frauen gewährt wird sowie, dass die finanziellen Mitteln zur Verfügung gestellt werden, um die Umsetzung der Konvention auch hierzulande zu gewährleisten.

Soroptimist International setzt sich seit 100 Jahren für die Rechte von Frauen und Mädchen ein.


 

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eliette_ponem_rot_quer.jpgEliette Thurn, Präsidentin SI Österr. Union 2020-2022 – (c) privat
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01.03.2021

Barrikaden oder Blumen zum Weltfrauentag?

IWD 2021 – #ChooseToChallenge

Soroptimist International ist die weltweite größte Organisation berufstätiger Frauen und feiert heuer ihr hundertjähriges Jubiläum. Im Jahr 1921 wurde auch der Weltfrauentag erstmalig und weltweit am 08. März gefeiert.

Seit der Gründung der Soroptimistinnen hat sich viel im Bereich der Frauenrechte getan. In allen europäischen Ländern sind Frauen wahlberechtigt, die Vergewaltigung der Ehefrau ist im Straftatbestand in den Gesetzbüchern verankert und Frauen können  ihren Beruf und ihren Aufenthaltsort frei wählen – aber dennoch bedeutet Gleichberechtigung nicht Gleichstellung.
Das Bild der Frauen hat sich in den letzten hundert Jahren immer wieder verändert und damit auch die Rolle, die die Frau in der Familie, im Beruf und der Gesellschaft einnimmt.

Die noch immer vorhandenen patriarchalischen Strukturen unserer Gesellschaft bewirken  nach wie vor, dass Frauen fast das Doppelte an unbezahlter Arbeit im Haushalt, der Kinderbetreuung und für pflegebedürftigen Angehörigen erledigen als Männer. Die Folge ist oftmals, dass Frauen ihren bezahlten Beruf nur in Teilzeit ausüben, um unbezahlte Arbeiten erledigen zu können. Die Folgen daraus sind geringere Karrierechancen, finanzielle Abhängigkeit und vieles mehr. Nicht immer wurde das nur von den Männern erzwungen.

Wir müssen den Weltfrauentag insbesondere nützen, um ein allgemeines Umdenken in unserer Gesellschaft zu bewirken. Chancengleichheit, Männerkarenz, allgemeine Beteiligung an der politischen sowie unternehmerischen Führung, sowie Teilung des Aufwandes an unbezahlter Arbeit sollen eine Selbstverständlichkeit werden, auch wenn das bedeutet, dass wir Quoten fordern, um das zu bewirken, was schon seit länger als 100 Jahren eine Selbstverständlichkeit sein sollte!

Eliette Thurn, Präsidentin SI Österr. Union 2020-2022

 

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eliette_ponem_rot_quer.jpgEliette Thurn, Präsidentin SI Österr. Union 2020-2022 – (c) privat
21.02.2021

EQUAL PAY DAY

Gleiche Bezahlung für gleiche Leistung

Der Equal Pay Day rutscht jedes Jahr ein Stückchen weiter nach vorne   von 2019 auf 2020 um 1 Tag und von 2020 auf 2021 um 4 Tage auf den 21. Februar. Ein Grund zum Feiern? Nein, solange noch immer Frauen für die gleiche Tätigkeit fast 2 Monate umsonst arbeiten, ist jede Verbesserung zwar gut, aber noch nicht gut genug!

Österreich hat einen der höchsten Einkommensunterschiede in der Europäischen Union und gerade deswegen sind oft auch erwerbstätige Frauen von ihren Ehemännern finanziell abhängig. Die Folgen daraus brauchen wir hier jetzt nicht aufzuzählen.

Wir wissen, dass Frauen aber etwas über das Doppelte an Stunden unbezahlter Arbeit erledigen als ihre männlichen Partner. In Familien mit Kindern noch um einiges mehr. Wenn man bezahlte und unbezahlte Arbeit zusammenrechnet leisten Frauen oft mehr Arbeit als ihre Partner.
Wenn wir außerdem berücksichtigt, dass Frauen mit Kindern in Österreich überdurchschnittlich oft in Teilzeit arbeiten, dann erklärt sich die finanzielle Abhängigkeit vieler Frauen. Österreichweit liegt die Teilzeitquote von Frauen derzeit bei fast 50 Prozent, bei Männern ca. 10 Prozent, wobei es gravierende Unterschiede zwischen Stadt und Land gibt.  75 Prozent der Frauen, die nicht Vollzeit arbeiten, tun dies wegen Kinderbetreuungspflichten. Bei Männern ist die Motivation meist eine andere: hier steht mit 43 Prozent, so mehr Zeit für persönliche Interessen und Hobbys zu haben, an erster Stelle.

Daran merkt man, dass der Weg zu einer Gleichstellung und Chancengleichheit am Arbeitsmarkt noch mehrere Maßnahmen benötigt; in erster Linie benötigen wir ein Umdenken.
In Österreich sagen mehr als die Hälfte der Frauen, dass Kinder darunter leiden, wenn Mütter Vollzeit arbeiten (in Schweden und Dänemark teilen diese Meinung nur 20 Prozent). Dies beruht auf der Überzeugung, dass Frauen in erster Linie verantwortlich für die Pflege und die Erziehung ihrer Kinder sind. Hier muss ein Umdenken einsetzen. Frauen und Männer sollen gleichgestellte Partner am Arbeitsmarkt sowie in der Familie sein!

Es muss sich etwas ändern! Wir fordern:  Gleiches Teilhaben am Arbeitsmarkt, der Wirtschaft und der Politik, gleiche Bezahlung für gleiche Leistung, Recht auf Sicherheit und Monitoring der Gleichstellungspolitik. Väter müssen in Karenz gehen, die Hälfte der Verantwortung tragen für alles was unbezahlte Arbeit mit sich bringt und es muss volle Lohntransparenz in den Betrieben geben.

Dann müssen wir nicht mehr über einen Equal Pay Day nachdenken!

 

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eliette_ponem_rot_quer.jpgEliette Thurn, Präsidentin SI Österr. Union 2020-2022 – (c) privat
23.12.2020

Weihnachten und die Besinnlichkeit

Gedanken zum Jahreswechsel

Ich bin in Italien aufgewachsen und habe schon immer ein Problem mit dem Wort „besinnlich“, das hierzulande immer wieder mit Weihnachten in Verbindung gebracht wird. Auf Italienisch gibt es kein positiv besetztes Wort, um Besinnlichkeit zu übersetzen – und ich weiß auch warum: ich will zu Weihnachten nicht besinnlich sein!!!

Mein Wunsch für Weihnachten (und das wäre es auch heuer) ist Zeit mit Freunden zu verbringen und diese zu umarmen, auf Christkindlmärkten mit einem Becher Glühwein zu schlendern, in der Stadt zu bummeln und Lichter zu bewundern, noch für jeden ein Weihnachtsgeschenk zu kaufen und das alles indem ich gleichzeitig meine Arbeit erledige (warum will immer jeder alles noch vor Weihnachten?), um dann am Heiligen Abend mit meiner großen Familie ein lautes, lustiges, nettes Fest zu verbringen.

Also kein Platz für Besinnlichkeit – und speziell heuer können wir es uns doch eingestehen:  wir hatten seit März mehr als genug Zeit „zum besinnlich sein“!

Etwas gibt es aber doch, das uns nachdenklich und besinnlich machen sollte: Weihnachten ist für viele Frauen keine fröhliche Zeit. Gewalt in der Familie hat vor und um Weihnachten schon immer dramatischen zugenommen und Einsamkeit im Alter ist eindeutig ein überwiegend weibliches Problem. Wir wissen auch, dass Frauen zu den einkommen-schwächeren Bevölkerungssichten gehören, die sich öfter alleine um ihre Kinder kümmern und so gibt es auch heuer viele Frauen, die ihren Kindern keinen Wunsch erfüllen und kein glitzerndes Fest bescheren können ... und damit spreche ich nicht über all das, was heuer noch schwieriger ist, aufgrund von Corona.

In diesem Sinne wünsche ich allen ein frohes Fest, eine kurze Auszeit aus schwermütigen und besinnlichen Gedanken, ein Fest, in dem wir aus der Ferne die Nähe zu denen, die wir lieben, spüren und die Zeit mit denen genießen, die um uns sind.

Frohe Weihnachten und ein gutes gesundes neues Jahr.

 

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