Presseaussendungen

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30.03.2017

Verpasste Chance im Gemeindebund

Wahl einer Frau wäre wichtiges Signal gewesen!

Wien (OTS) - Als verpasste Chance sieht Soroptimist Austria Präsidentin Mag.a Renate Magerle die Wahl des neuen Gemeindebunds-Präsidenten. Nach einer langen Ära mit einem Mann an der Spitze, wäre die Ernennung einer Frau zur neuen Präsidentin ein wichtiges Signal gewesen, sagt Magerle.

„Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass keine der sieben Frauen des Bundesvorstands die Agenden von Helmut Mödlhammer übernehmen hätte können und appelliere daher an die Gemeindeverbände der Bundesländer, alles daran zu setzen, den Frauenanteil in Hinblick auf künftige Wahlen zu erhöhen.“ Das derzeitige Verhältnis Männer Frauen (64:7) spiegle im Übrigen den desaströsen Wert des Frauenanteils unter Österreichs Bürgermeisterinnen wieder. Dieser liege aktuell bei 7,5 Prozent und ist marginal niedriger als jener im Vorstand.

Auch hier sieht Magerle, die durch ihr soziales Engagement in den Kommunen enge Kontakte zu Bürgermeistern (und vereinzelt Bürgermeisterinnen) pflegt, dringenden Handlungsbedarf.

Das oft vorgebrachte Argument, der Anteil an Frauen im Bürgermeisteramt hätte sich in den letzten 18 Jahren mehr als verdreifacht, sieht sie angesichts der Tatsache, dass die erste Bürgermeisterin Österreichs bereits im Jahr 1948 angelobt wurde, mit gemischten Gefühlen. „In einigen Bundesländern wie etwa in Salzburg gäbe es besonders viel Aufholbedarf.“ Ein Frauenanteil von nur 3,4 Prozent sei beschämend.

Den Zugang von Frauen zu Spitzenpositionen auf Gemeindeebene zu fördern sieht Magerle als eine der wichtigsten Aufgaben des neuen Gemeindebund-Präsidenten.


Rückfragen & Kontakt:
Mag.a Renate Magerle
Präsidentin Soroptimist International Austria
Tel: +43 664 1319004
Email: info@renatemagerle.at
Website: www.soroptimist.at

Original-Aussendung: OTS_20170330_OTS0009

 

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06.02.2017

Körperliche Unversehrtheit ist Frauenrecht!

6. Februar: Internationaler Tag gegen Genitalverstümmelung

Wien (OTS) - Genitalverstümmelung (FGM) bei Frauen ist eine schwere Körperverletzung, oft mit tödlichem Ausgang. Rund 155 Mio. Frauen weltweit werden gegen ihren Willen zu diesem Eingriff gezwungen. Auch in Österreich sind Schätzungen zufolge rund 8.000 Frauen betroffen. Eine beträchtliche Dunkelziffer, nicht zuletzt auf Grund der Migrationsströme ist anzunehmen.

„Diese Dunkelziffer sichtbarer zu machen, sollte in der Prioritätenliste der Frauenanliegen ganz oben gereiht sein“, sagt Mag.a Renate Magerle, Präsidentin von Soroptimist Austria, die eine Abflachung des Diskurses über Genitalverstümmelung auf Grund der aktuellen Migrationsdebatte beobachtet. „Dieser Aspekt darf nicht untergehen“, meint die SI Präsidentin, und spricht sich für eine neue Umfrage unter niedergelassenen Fachärztinnen und Fachärzten aus. Eine solche sei längst fällig, denn die letzte große Erhebung fand 2006 statt, so ihr Appell an das Ministerium für Gesundheit und Frauen.

Es gehe zum einen darum, Ärzte noch mehr in die Pflicht zu nehmen über Vorfälle zu berichten. Mindestens ebenso wichtig sei aber die Schaffung von Rahmenbedingungen, durch welche Frauen ermutigt werden, sich an entsprechende Beratungsstellen zu wenden, sagt Magerle, die sich mit ihrem Motto female empowerment einmal mehr bestätigt sieht: Arbeitsplatz, Ausbildungsstätten, Spitäler – all das sind Orte, wo Betroffenen oder potentiell Betroffenen eine niederschwellige Möglichkeit der Information und Artikulation geboten werden sollte. Mehr Aufklärungsarbeit wünscht sich Magerle auch für Männer, da es sich bei weiblicher Genitalverstümmelung um eine „Tradition“ handelt, deren Unsinnigkeit nur im sensiblen Diskurs langsam aufgebrochen werden kann. „Neben Aufklärungsarbeit braucht es aber auch eine klare Ansage dahingehend, dass bei Nichtbeachtung des Gesetzes mit einer Freiheitsstrafe bis zu 10 Jahren Haft gerechnet werden muss“, sagt Magerle.
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Mag.a Renate Magerle
Präsidentin Soroptimist International Austria
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01.11.2016

Häusliche Gewalt: Brauchen dringend genaue Zahlen!

Soroptimist Austria-Präsidentin fordert politisches Handeln auf Basis der Istanbul-Konvention

Wien (OTS) - Sexueller Missbrauch, Stalking, Schlagen auf offener Straße – täglich werden wir mit neuen Meldungen über Gewalt an Frauen konfrontiert.

„Besorgniserregend ist vor allem das Ausmaß der Gewalt an Frauen im familiären Umfeld“, sagt die Präsidentin von Soroptimist Austria, Mag.a Renate Magerle, anlässlich des morgigen Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen. Laut aktuellem Tätigkeitsbericht der Wiener Interventionsstelle gegen Gewalt in der Familie wurden im Jahr 2015 17.621 Opfer familiärer Gewalt von den Gewaltschutzzentren und Interventionsstellen betreut - 85,5 % der unterstützten Klientinnen waren Frauen und Mädchen, 92,4 % der Gefährder waren männlich. „Leider sind die Zahlen des Berichtes teilweise lückenhaft“, sagt Magerle in Anspielung an die so genannten „einstweiligen Verfügungen“. Eine genaue, jährlich zu erfassende Statistik sei nicht zuletzt deshalb notwendig, um über die Wirkung und das Ausmaß von konkreten Schutzmaßnahmen genauer Bescheid zu wissen. „Eine entsprechende Verpflichtung nach der Istanbul-Konvention des Europarates wurde von Österreich bereits 2013 ratifiziert“, so Magerles dringender Appell an das zuständige Bundesministerium für Justiz hier rasch tätig zu werden.

 

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03.10.2016

Neue Präsidentin von Soroptimist International Austria setzt auf Female Empowerment

Stärkung von Frauen auf allen Ebenen ist Mag.a Renate Magerle ein dringliches Anliegen

Wien, 5. Oktober 2016 (OTS) - Unter dem Motto Female Empowerment startet Mag.a Renate Magerle, seit 1. Oktober 2016 Präsidentin der Österreichischen Union von Soroptimist International, ihre zweijährige Amtsperiode. „Es ist mir wichtig, auf die Rolle der Frau in der Gesellschaft, in der Politik und in den sozialen Zusammenhängen hinzuweisen - ganz im Sinne unseres soroptimistischen Ziels - die Verbesserung der Stellung der Frau“, sagte Renate Magerle bei ihrer Antrittsrede Ende September. Tatsächlich scheint die 69-jährige Unternehmerin der Namensbedeutung der Organisation sorores ad optimum (Frauen, die das Beste anstreben) bereits zu Beginn ihrer Amtszeit gerecht zu werden:

Für ihre beiden jüngsten Projekte (Aufbau Frauenberatungszentrum bzw. Therapie für Kinder) im Rahmen ihrer Tätigkeit beim SI Club Kitzbühel, wurde Magerle im August die Verdienstmedaille des Landes Tirol verliehen. Mit dieser Auszeichnung weist sie auf ein weiteres Anliegen hin: „Es ist mir wichtig, die ehrenamtliche Arbeit in den Clubprojekten nach außen hin sichtbar zu machen.“
Dies ist auch deshalb ein wichtiges Ziel Magerles, zumal sich die weltweit größte Frauenorganisation paradoxerweise bislang im Dunstkreis bekannter Männer-Organisationen bewegte und in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen wurde. Selbst im aktuellen Freiwilligenbericht  des Sozialministeriums sei keinerlei Erwähnung von Soroptimist International zu finden. „Wer Frauen nicht nennt, ignoriert sie. Wir haben das Recht, genauso ernst genommen zu werden wie die Männer - in Berichten über die Gesellschaft ebenso wie in der Bundeshymne oder in der alltäglichen Sprache“, sagt Magerle.

Mag.a Renate Magerle stammt aus St. Johann in Tirol, ist Wirtschaftscoach und Gründungsmitglied des SI Clubs Kitzbühel. Der Schwerpunkt ihrer zweijährigen Präsidentschaft wird auf „Female Empowerment – Stärkung von Frauen“ liegen.
Soroptimist International (SI) ist eine lebendige, dynamische Organisation für berufstätige Frauen von heute. Sie ist weltweit in 130 Ländern mit etwa 3.000 Clubs vertreten und zählt ca. 80.000 Mitglieder. Der erste Soroptimist Club wurde 1921 in Oakland/Kalifornien gegründet Die Österreichische Union besteht seit 1958, der 1.Club wurde 1929 in Wien gegründet.



Rückfragen und Kontakt:
Mag.a Renate Magerle
Präsidentin Soroptimist International Austria
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12.06.2016

Das Book-Buddy-Programm 1

SI unterstützt die Lese-Initiative

Am 8.9.2016 jährte sich zum 50sten Mal der Internationale Tag des Analphabetismus. An diesem Tag ging von der Präsidentin der Europäischen Föderation eine Pressemitteilung hinaus. Sie kündigte an, dass Soroptimist International Europa (SIE), die größte Föderation der weltweiten Organisation von berufstätigen Frauen, eine Partnerschaft mit der niederländischen Organisation „My Book Buddy“(MBB) eingegangen ist, um benachteiligten Frauen und Mädchen weltweit einen verbesserten Zugang zu Büchern gewährleisten zu können und somit gemeinsam Analphabetismus bekämpfen zu können.

Mit ungefähr 34.000 Frauen in mehr als 1.250 Clubs in 62 Ländern in Europa, Afrika, dem Mittleren Osten und kleinen Teilen der Karibik wird SIE MBB unterstützen, Schulen und Flüchtlingslager zu finden, die von dem einzigartigen System, das MBB betreibt, profitieren können. Das Konzept der niederländischen Organisation engagiert sich, „Book Cases“, also Bücherkästen mit Büchern für Kinder im Alter von 6-12 Jahren in Schulen und Flüchtlingslagern aufzustellen. Weiters trainiert MBB Lehrer, die Bücher des Book Cases in Form eines Ausleihesystems zu verwalten, um den Kindern zu ermöglichen, die Bücher mit nach Hause zu nehmen und dort zu lesen. Das bietet die Möglichkeit, auch anderen Familienmitgliedern den Zugang zu Büchern zu verschaffen und deren Lesefähigkeit zu verbessern. Überdies erwerben die Lehrer mit dem Leihesystem von MBB Zusatzqualifikationen.

Soroptimistinnen in der Europäischen Föderation wollen Gelder aufstellen, um dieses Leihsystem und die Bücher zu finanzieren. Eine Idee ist es, Leseveranstaltungen in lokalen Schulen oder anderen Rahmen unter dem Motto: “Kinder lesen für Kinder, die Bücher benötigen, um lesen zu können“ zu veranstalten.

 

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